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Zur Technik und täglichen Arbeit

Bruder MartinIn der für den Norden bedeutenden Chronik des Øm Kloster heißt es:

"Ein kunstreicher Mönch, Herr Martin, vermaß also mit dem Bleilot den Wasserstand in beiden Seen (Gudensø und Mossø), und die Höhenkurve der Landscholle, die zwischen den Seen durchgraben werden sollte. Dadurch erkannte man, dass der Wasserstand im südlichen See eine Elle höher war als derjenige im nördlichen. Daraus folgerte man, dass hier Wasserkraft für jedwelchen Zweck auf ewige Zeiten zu gewinnen wäre."

Die Mönche von Øm entwickelten ein ausgeklügeltes System von Kanälen, die das Klosterfeld durchzogen. Auf diese Weise gewann das Kloster reichlich Wasserkraft für den Betrieb der Mühle, frisches Wasser für die Haushälte, die persönliche Hygiene und auch für das Abwassersystem.

Der Toilettensitz mit den zwei Löchern, auf dem natürlich zwei Personen Platz fanden, wurde im westlichen Kanal gefunden.

Toilettensitz

Im Kloster verfügte man über technische Kenntnisse für die Ziegelfabrikation. Alle Ziegelsteine zum Bau von Øm Kloster sind in klösterlichen Ziegelöfen hergestellt worden. Neben den gewöhnlichen, recht großen Backsteinen (Mönchssteine) wurden auch glasierte und ornamentierte Fliesen hergestellt, sowie Ziersteine zur Ausschmückung von Türen und Fenstern.

Fliese mit Maria-Rosette
Model von einem Ziegelofen

Die Ziegelei war ein rechtwinkliges Gebäude, das in der Regel in einen Hang eingegraben, also dreiseitig gestützt wurde. An der vierten Seite befanden sich Einheizkanäle. Der Ofen war nicht überdacht, doch konnte man Grassoden auflegen um so den Zug des Ofens zu regulieren.

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tirsdag d. 7. september 2010
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